Donnerstag, 19. Oktober 2017

"A Handmaid´s Satire". Oder: Von der medialen Heuchelei der Liberalen.




"In der preisgekrönten Serie "The Handmaid's Tale" werden Frauen als Gebärsklavinnen unterdrückt. Seit Trumps Wahlsieg halten in den USA manche diese Zukunftsvision für erschreckend realistisch. [...]"

Es gibt einfach Artikel, die man sich so wirklich schön auf der Zunge zergehen lassen muss.


Seit dem 4. Oktober läuft im deutschsprachigen Raum die Serie "A Handmaid´s Tale - Der Report der Magd". Darin geht es um eine dystopische Zukunft in Amerika, in dem sich nach einer Reihe von Katastrophen ein christlich-fundamentalistisches-patriarchales Regime etabliert hat, das anscheinend nichts besseres zu tun hat, als Frauen alle Rechte zu nehmen, Homosexualität mit der Todesstrafe zu belegen und Angst gegenüber dem islamistischen Terror zu schüren. Ach so, und da ein Teil der Menschen durch Umweltgifte und Geschlechtskrankheiten unfruchtbar geworden sind, darf sich die männliche Oberschicht Sexsklavinnen halten, die aus noch Gebärfähigen Frauen besteht, um sich irgendwie fortpflanzen zu können.

So schräg, so gut. Wer Serien wie "Game of Thrones", "American Horror Story" und "Boardwalk Empire" kennt, dürfte von einem gewissen Gewaltpotential in Film und Fernsehen, das gut und gerne mal die Grenzen des Erträglichen überschreitet, nicht mehr groß überrascht sein. Überraschend ist bloß, wie gerade Liberale die Serie feiern.

Die Romanvorlage wurde 1985 von Margaret Atwood geschrieben. Entwickelt wurde die Serie vor dem Wahlkampf, als man noch vermutete, dass Hillary Clinton die Wahl eindeutig gewinnen würde. Woraus aber wie bekanntlich nichts wurde, weswegen viele Menschen derzeit weltweit am durchdrehen sind und in einer gewissen Morbidität immer neue Schreckensbilder suchen, mit denen man Donald Trump vergleichen kann. Hitler hat übrigens schon längst ausgedient. Und als harmlosen Dummschwätzer wie vor der Wahl kann man auch nicht mehr abtun - auch wenn er derzeit immer noch eher dazu neigt, dumme Sprüche vom Stapel zu lassen als eine Diktatur aufzubauen.

So verwundert es auch nicht, dass die Autorin zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse mit dem Friedenspreis ausgezeichnet wird. Und exakt das bestätigt, was deutsche Medien hören wollen:

[...] „Es ist nur allzuwahr geworden“, sagt die kanadische Schriftstellerin am Sonntag bei der Entgegennahme des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels zu ihrer gruseligen Dystopie. Sie verweist auf die Parlamente in einzelnen US-Bundesstaaten, die die Uhren ins 19. Jahrhundert zurückdrehen wollten, „um Frauen zu kontrollieren“. „Wir wissen nicht mehr genau, wo wir sind“, sagt die 77-jährige Atwood, eine scharfe Kritikerin Trumps und der US-Republikaner, in ihrer Dankesrede in der Paulskirche. „Wir wissen auch nicht mehr genau, wer wir sind.“ Der bisher vermeintliche so sichere Boden schwinde, da Rechtspopulisten Werte wie Freiheit und Demokratie sogar plötzlich auch in Ländern wie den USA und Großbritannien bedrohten.
Auch in Deutschland sei spätestens bei den jüngsten Wahlen „eine verbotene Kammer“ wieder geöffnet worden, wie sie sagt.
[...]

Im Sinne "Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind" hat Atwood im Großen und Ganzen eigentlich recht. Wir befinden uns derzeit in der Krise der Moderne. Alles hat man versucht. Den "Krieg, der jeden Krieg beenden soll" (1914), die "Befreiung der Arbeiter" (1917), die "Befreiung des Volkes" (1933), die "Befreiung der Sexualität" (prä-1968), die "Abschaffung der Hierarchie", die "Abschaffung der Grenzen" usw. Jedes Mal hat man einen Schuldigen gesucht, wenn man nicht mehr mit sich selbst oder die Gesellschaft mit sich fertig geworden ist. Und wenn ihn gefunden hat, lief alles komplett aus dem Ruder. 

Einsicht? Nein, es hat sich einfach ein neues "Problemfeld" geöffnet, dem man sich nun mit seiner "Moralischen Panik" zuwenden kann, um sich ja nicht mit der Ahnung beschäftigen zu müssen, dass man gerade dabei ist, die gleichen Fehler zu machen - und es sich noch schön redet.

Gerade auf der Frankfurter Buchmesse hat man das wunderbar gesehen. 

Seit Jahren kommen Verlage wie Die Junge Freiheit, Manuscriptum und Antaios auf die Buchmesse. Jahrelang ist nichts passiert. Plötzlich seit dem "Sieferle-Skandal" - den die Kritiker des verstorbenen Rolf-Peter Sieferle mit überzogenen Anschuldigungen selbst losgetreten haben - und dem Erfolg der AfD bemerkt man plötzlich, dass "rechte Verlage" (wie der Verlag Antaios, der es wagte, das Buch zu veröffentlichen) sich auf der Buchmesse herumtummeln und dass man sich mit ihnen auseinandersetzen müsse.


1. Tam-Tam machen, dass "rechte Verlage"/"rechtsradikale Verlage"/ vulgo: "Nazi-Verlage" vertreten sind.
2. Stiftungen "gegen Rechtsextremismus" platzieren, die nichts mit der Buchmesse zu tun haben.
3. Ganz genau angeben (sic!), wo sich diese Stände befinden. Natürlich zur "Auseinandersetzung".
4. Wenn irgendwas passiert: Nichts sagen.
6. Wenn es zum Skandal in der Öffentlichkeit kommt: Bedauern.
7. Und vor allem: Wenn es zur Gewalt kommt, dann sind natürlich "die Rechten" schuld. 
9. Sollte es zu "Tumulten" kommen: "Die Rechten" sind schuld durch ihre pure Anwesenheit.
10. Und wichtigster Punkt: Ich habe alles richtig gemacht.


Ganz wichtig ist es, wenn man von einem imaginären Nazi verprügelt wird, obwohl man eigentlich selbst für Krawall sorgen wollte. Okay, es ist wichtig, solange das nicht rauskommt.



Das wäre einmal die eine Seite dieser Heuchelei, die sich zumutet, zum Fahneneid der öffentlich-rechtlichen Gesellschaft zu werden.

Die andere Seite besteht darin, offenkundige Parallelen zu verschweigen. 
Es ist vollkommen einfach, mit dem Konjunktiv Vorwürfe zu konstruieren. Donald Trump KÖNNTE so sexistisch sein, dass er Frauen die Rechte entziehen kann. Sein Vertreter KÖNNTE so fundamental sein, dass er eine Theokratie errichten kann. Ob sie es auch tun, steht nicht zur Debatte. Da macht es auch keinen Unterschied, wenn man beiden auch zutraut, im schlimmsten Falle Sexsklaverei einzuführen. 

Womit man eine deutliche Sache ignoriert: Es gibt sie schon. Und gerade diese Personen sagen hierzu nichts. In der Serie werden Frauen vergewaltigt, um den Nachwuchs der Oberschicht zu sichern.

Was ist mit den Frauen in Asien, die so arm sind, dass sie als Leihmütter für die Wohlhabenden fungieren müssen? Und man sie einfach sitzen lässt, wenn "was schief läuft"?Ach nein, so ein Vergleich wäre ja herzlos gegenüber den unfruchtbaren Ehepaaren und gegenüber den homosexuellen Paaren vor allem homophob - auch wenn diese Meinung selbst von Homosexuellen geäußert wird. 

Das Kind wird zur Ware, die Mutter zum Dienstleister, der nicht weiter an die "Kunden" gebunden ist und sich danach wieder ihren eigenen Geschäften nachkommen muss, ohne dass man sie weiter beachten muss. 

Vor vielen Jahren gab es einen Skandal, weil der ehemalige ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa bei seiner Kritik an der deutschen Familienpolitik den Begriff "Gebärmaschine" verwendet hat - übrigens ein Ausdruck, der auch oft in den deutschen Kommentaren zu "A Handmaid´s Tale" verwendet wird -, um die Reduzierung der Mutter auf das Kinderkriegen zu kritisieren. Die deutschen Medien drehten den Strick natürlich so, dass es den Anschein machte, dass ER Frauen so ansieht. Der Rest fiel einfach unter den Tisch.

Dass zu den damaligen Mitempörten auch Mitglieder der GRÜNEN gehörten, die letztendlich für diese Marschrichtung der Famlienneudifiniton verantwortlich sind, braucht man an dieser Stelle wahrscheinlich nicht mehr anzumerken. Dass diese Politiker dann öffentlich mit dem Argument für Einwanderung stehen, damit der Deutsche* - der sich ja bei so viel Kinderunfreundlichkeit scheinbar nicht mehr so doll vermehren will - an sich wieder Deppen hat, die sich für seine Rentenkasse abschuften ... lassen wir das, so etwas widerlich-oppotunistisches braucht einfach keinen Kommentar mehr. Das ist einfach moderner Kolonismus.

In den USA sieht es auch nach den Skandalen um Planned Parenthood, sowie den links-liberalen Abdeckversuchen (wo auch obig genannte Mrs. Clinton mitmischte) nicht viel besser aus. Inzwischen steht dieser Abtreibungskonzern (und das ist PP im Endeffekt) als nationale humanitäre Organisation da. Mit dem immer noch Geschäfte gemacht werden. 

Und hoppla - Planned Parenthood versteckt sich hinter den popkulturellen Vorwürfen, die mit "A Handmaid´s Tale" gegen deren Kritiker der "Abtreibungsrechte" erhoben werden. Und will die Autorin mit einem eigenen Preis auszeichnen. Wenn das mal nicht überrascht.

Aber bei solchen Themen regt man sich generell gerne auf, egal wie absurd der Grund auch ist.

Man dürfte an dieser Stelle ernsthaft gespannt sein, wie die Geschichte eines Tages diese Ereignisse bewerten wird. Vielleicht wird das Werk von Margaret Atwood eines Tages in die neu entdeckte Gattung der Realsatire eingeordnet werden ...


* Pardon. Es heißt natürlich: Menschen, die hier länger leben. Und diese Forderung stellten natürlich auch andere Parteien.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Milo Yiannopoulos: "Die Kirche wurde auf einem Felsen gegründet, nicht auf einer Umarmung"




Man könnte an dieser Stelle natürlich Vermutungen anstellen. Milo Yiannopoulos ist homosexueller Katholik mit jüdischer Abstammung, journalistisches Enfant terrible, bekennender Trump-Unterstützer, Gender Mainstream-Gegner und Anti-Feminist (natürlich gegen die heute öffentlich als "normal" eingestufte toxische Version), Fr. James Martin Jesuitenpriester, bekennender LGBT-Unterstützer und SJW-Liberaler, der unter dem Deckmantel der Orthodoxie praktisch kirchliche Lehren verdreht.

Vielleicht ging man einfach davon aus, dass man über Milos sexuelle Vorlieben irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner kommen könnte. Dass Fr. Martin in seinem eignen Interview mit den Kirchenlehrern, dem kirchlichen Lehramt, katholischen Literaten (u.a. G.K. Chesterton und Evelyn Waugh ) und bei aller Keckheit mit dem Verweis auf die Tugend der Demut (Milo bitte explizit am Ende, für ihn zu beten) verdroschen wird, dürfte wohl der Grund dafür gewesen sein, dass dieses überaus lesenswerte Interview NICHT vom Jesuiten Magazin "American Magazine" abgedruckt wurde.


[...] Sie sehen mich nicht Diskutieren über die Lehre der Kirche zur Homosexualität. Es gibt dort keine geistige Verspannung, denn ich würde niemals davon träumen, der Kirche zu befehlen, ihre harte Wahrheiten zu verwerfen, nur damit sie mich in der Hoffnung, dass ich mich besser fühle, anlügt. Ich liebe die Wahrheit, nicht die Lügen, und ich weiß, dass niemandes Gefühle die Grundlage für Wahrheit sein können.

Das ist der Grund, warum ich diese Katholiken nicht verstehe - wie auch, verzeihen Sie mir meine grauenhafte Frechheit, den Herausgeber dieses Magazins, Fr. Martin - , die davon ausgehen, dass wenn die Menschen das nicht mögen, was die Kirche sagt, die Kirche falsch liege oder sich entschuldigen solle. Die Kirche wurde auf einem Felsen gegründet, nicht auf einer Umarmung. [...]


Donnerstag, 14. September 2017

Grüne Jugend: Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Sie hat ein großes Herz, die „Grüne Jugend“, und ein größeres Ziel. Sie will – am besten sofort – „das schöne Leben!“ 
So hat es sich die Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen vorgenommen, so hat sie es aufgeschrieben vor der Bundestagswahl. 

Was aber macht das Leben schön, wie räumt man das Hässliche beiseite? Die junggrünen Beschlüsse und Verlautbarungen der letzten Jahre lassen an der Größe der Antwort keinen Zweifel: Weg mit der Zweigeschlechtlichkeit, weg mit dem Reichtum, weg mit der Ehe, weg mit der Religion, her mit dem Sex – und schon ist es da, das herrliche Leben in der „ökologisch-sozial transformierten Gesellschaft“. [...]

An dieser Stelle erinnert mich Kisslers Konter (aus dem Jahre 2013, hat sich aber in der Zwischenzeit nicht sehr viel geändert) schon sehr, sehr stark an einen Cartoon von Owlturd ...




[EDIT: Geht noch einer drauf? Jawohl. Es geht noch locker einer drauf.]


Montag, 11. September 2017

Nur mal kurz die Welt retten ...

So einfach kann man AfD-Plakate reparieren, deren Halterung durchgeschnitten wurde.
Kostet nichts und gibt einen dieses nostalgische Gefühl zurück von der Serie, die Oma regelmäßig geschaut hat :3



Mittwoch, 30. August 2017

Lückenpresse, 6. Akt: Imad Karim zerlegt die ARD

Brauche wohl dazu nicht viel zu sagen.

Außer dass ich an dieser Stelle die Sache mit Fake 3 (7:24) als Zeuge vollkommen bestätigen kann.

Während meines Praktikums (hier mal nebenbei erwähnt) half ich, die persönliche Homepage verwalten, zu der sowohl in der Rubrik Zur Person als auch in der Filmografie Dokumente, Photos und Filmmaterial von vergangenen Drehs und auch fremden Interviews als "Making ofs" hinzugefügt wurden, um Einblick in die Arbeit von Herrn Imad Karim zu gewähren, der zuvor schon auf übelste Weise von einem Autoren des Rhein-Neckar-Blogs angeschwärzt und auch dessen berufliche Kompetenz öffentlich - und gewisserweise geschäftsschädigend - in Frage gestellt wurde.

Auch Bilal kenne ich persönlich, weswegen ich es bei der Ausstrahlung dieser "Doku" ziemlich verstörend fand, dass man ihm als einzigen von beiden das Gesicht undeutlich machte und auch verschweigt, dass er auch Flüchtlinge bei sich beschäftigt - wohl aus dem Grund, weil das unangenehme Frage über die in der Doku gestellte Behauptungen aufgeworfen hätte.

Im Anschluss hat Herr Karim angemerkt, dass er das Filmmaterial zurückfordern wolle (wird im Video 19:34 erwähnt) , da er kurz nach dem Dreh des ARD-Materials das ungute Gefühl hatte, dass es auch dem Kontext gerissen und Schindluder damit getrieben werden könnte. Deswegen sollte auch das Material, das hier gezeigt wurde, als Making of-Material nicht weiter verwendet werden.

Was auch tatsächlich passierte, wie man hier sehen kann.




Donnerstag, 17. August 2017

Die Gottesmutter und die Stadt Troja


Was mir an den Schriften diverser Kirchenväter gefällt, ist der Umstand, dass sie in ihren Predigten öfters mal Bezug auf antike Mythen nahmen, um die geistlichen Problematiken den Zuhörern, denen diese Geschichten zum Großteil bekannt waren (und wenn nicht, konnte man sich ja genüsslich weiterbilden), näher und anschaulicher beschreiben und darlegen zu können. So griff in einer Predigt (weiß leider nicht mehr welche) beispielsweise der Hl. Johannes Chrysostomos auf die Irrfahrt des Odysseus zurück, um mit der Episode mit den Sirenen das Wesen der Versuchung näher zu beschreiben.

Dass auch heute gerne mal Brücken zu diesen klassischen Mythen geschlagen werden, hat mich in diesem Video daher sehr erfreut.



Wie auch im letzten Video von Sensus Fidelium bitte ich auf Anfrage des Kanalinhabers um drei Ave Marias für den Priester, der die Predigt gehalten hat. Vergelt´s Gott.


Michael Moore: Beihilfe zur "Vergewaltigung"?


Der amerikanische Filmemacher Michael Moore hat Wähler von Präsident Donald Trump mit Vergewaltigern verglichen. „Wenn du eine Frau zu Boden drückst, während ein anderer sie vergewaltigt, bist du dann nicht auch ein Vergewaltiger?“, sagte er im Sender CNN. Trump sei vom „weißen Amerika“ gewählt worden, kritisierte Moore. [...]

Im Sinne des Quid pro quo sollte man an dieser Stelle unbedingt anmerken, dass nach dieser Logik Moore vor einem Jahr dabei selbst noch einer der Tatbeteiligten war ...



Zuerst ordentlich in die Menge schießen und dann damit nichts zu tun haben wollen ist eigentlich so das letzte, was ein erfolgreicher Dokumentarfilmer machen sollte. Vor allem wenn man extra betont, wie "toll es sich anfühlen" wird, wenn Trump zum Präsident gewählt werden würde. 


EDIT: Braucht man wohl eigentlich nicht anzumerken, dass ihm einige schon starke narzisstische Persönlichkeitsstörungen (vgl. 6:30 in diesem Video) vorwerfen, die sich gerade an denen entladen, gegen die er was hat. Tut ich trotzdem, auch wenn es auch bei uns in einigen Medienbetrieben auch schon völlig normal ist.


Donnerstag, 10. August 2017

Donnerstag, 3. August 2017

Johannes Paul II: Mensch und Gemeinschaft

Gefunden in der Facebook-Gruppe "Konservative Revolution".
Zum vollen Text geht es HIER.




3. August: "Auffindung der Gebeine des Heiligen Stephanus"



1960 wurde unter dem Pontifikat von Johannes XXIII. ein für die Kirche sehr wichtiges Fest abgeschafft: Am 3. August wurde der wunderbaren Auffindung der sterblichen Überreste des heiligen Stephanus gedacht. Ein historisches und übernatürliches Ereignis von solcher Größe, daß des Protomärtyrers liturgisch sogar an zwei Festtagen gedacht wurde.“ Mit diesen Worten erinnert die Historikerin Cristina Siccardi an ein außergewöhnliches Ereignis in der Kirchengeschichte, das von ihre näher beleuchtet wird. [...]

So beginnt der Artikel auf katholisches.info über diesen inzwischen in Vergessenheit geratenen erweiterte Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus, der jedoch im Nahen Osten eine gewisse Lebendigkeit genießt, was man auch am dortigen durch die Salesianer im Zuge der Erforschung des Heilgen Landes erbauten Wallfahrtskirche in Beit Jimal nahe Jerusalem sehen kann.

Inzwischen sieht die Situation leider so aus, dass es dort immer wieder zu christenfeindlichen Vandalismus radikaler Siedler kam. Eine Sache, die auch den israelischen Politikern auf die Nerven geht. Eine Sache, die in Deutschland ebenfalls immer öfter zu beobachten ist, aber nicht weiter auf Beachtung stößt bzw. des öfteren auch Kircheninterne auf die Gedanken bringt, auf Kuschelkurs mit Leute zu gehen, die eine radikale Säkularisierung durchsetzen wollen indem man sich dabei selbst fleißig säkularisiert. Oder mit solchen, von denen man nicht einmal weiß, was sie so alles außerhalb des öffentlichen Rechtsraumes treiben. 

Und dabei das Licht, das gerade jetzt gebraucht wird, unter dem Schemel lassen.


[...] „Was in jenem Jahr 415 der Kirche geschehen ist, interessiert aber nicht mehr. Verschämt wird die übernatürliche Wirklichkeit in einem ungezähmten Drang, der Welt zu gefallen, versteckt. Mit dem Ziel, mit den Neopositivisten – den Verleumdern von Visionen, Erscheinungen und himmlischen Phänomen – mit den Liberalen, den Kommunisten, den Radikalen … kurz, allen ‚Fernen‘, wie Paul VI. sie bezeichnete (die vor Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der Kirche noch ‚Feinde‘ genannt wurden), in einen Dialog zu treten, hat sich die Kirche sich selbst entfremdet und vergißt ihr immenses und mächtiges Erbe, ein Erbe des Guten, des Schönen und des Wahren, das universell für jeden bestimmt ist“, so Cristina Siccardi. [...]


Sancte Stephane, ora pro nobis!



Mittwoch, 2. August 2017

"New Generation Animators": George Méliès lässt grüßen!

Wer dachte, dass die neue Generation von Filmemachern den typischen "progressiven Weg" nach dem Motto "mehr Action, mehr 3D, mehr Computeranimation" weitergeht, dürfte sich wohl leicht täuschen. Vor allem wenn es solche Filmklassen betrifft, bei denen noch das alte Handwerk auf dem Stundenplan steht.



Man darf gespannt sein, wann der nächste George Méliès auch in die großen Kinos kommen wird. Denn auf einen weiteren Rotz wie den "Emoji Movie" (ernsthaft - den gibt es wirklich) haben viele Filmfreunde derzeit partout keine Lust...


Donnerstag, 27. Juli 2017

Deutsche Medien: Jepp, hier läuft wohl was ordentlich schief...

Heute endlich mit der neuesten Übersetzung fertig geworden (ratet mal, warum hier in der letzten Zeit die Postings so selten geworden sind). Und nach nach wenigen Stunden fällt auf Youtube der Satz, der das ganze Dilemma der deutschen Medienlandschaft zusammenfasst.




Erinnern wir uns: Identitäre Bewegung böse. Offene Grenzen gut, auch wenn man nicht merkt, was da so rüber kommt.
Und wenn du nicht parierst, wirst du auf Facebook gesperrt. Wie mein Chef eben. Letzteres ist für die meisten Medien und Politiker nicht wirklich interessant. Aber dafür wiederum für andere. Womit wir wieder am Beginn dieses Irrsinns stehen.

Nach drei Monaten Praktikum lernt man schon, wie Hardcore es in solchen Betrieben zugeht.

Und dabei habe ich die Sache mit dem Regensburger Missbrauchsbericht und der neuesten Denunzianten-Wiki der Heinrich-Böll-Stiftung noch nicht einmal angekratzt...




Samstag, 22. Juli 2017

Zerstören wir heute mal ein paar links-islamophile Märchen...


Es ist wieder mal so weit in Spanien: Die Linken fordern wieder einmal die Enteignung der Kathedrale von Cordoba.

Nichts neues im modernen Andalusien, wo man sich gerne darauf beruft, dass die Kathedrale für alle sichtbar eine Moschee war (dass sie davor eine Kirche war, genau wie die Umayyden-Moschee in Damaskus und gewaltsam umgewidmet wurde, will natürlich niemand anmerken) und dass der Islam so eine tolle Hochkultur hervorbrachte, von der nicht nur die böse Kirche, der man gerne mal ordentlich ein auswischen möchte, sondern ganz Europa und die ganze Welt noch was lernen kann.

Hauptsache es hat nichts mit dem verhassten christlichen Erbe zu tun, von dem Zivilisationen zehrten, aus denen später der Kommunismus praktisch als Abfallprodukt hervorgekrochen ist (und was heute viele mehr oder minder selbstbewusste Linksintellektuelle generell stört).

Wenn es um Korruption, Intrigen, Unterdrückung und Pogrome der eigenen Bevölkerung geht, kann ich da zustimmen - ist ja für die klassischen Linken ja ebenfalls nichts Neues mehr.

Beim Rest ... Na ja.


[...] Der Herrschermäzen erteilte den Auftrag, und er hatte die Macht, den Künstler in den Kerker zu werfen, wenn ihm das Resultat nicht gefiel. Nur er konnte ihn vor den Nachstellungen einer fanatischen Theologie schützen oder vor der Rachsucht eines anderen Mäzens. Wofür er sich entschied, hing ab von seiner Laune oder seiner momentanen Interessenlage. Der Künstler oder Gelehrte war seinem Herrn auf Leben und Tod ausgeliefert, und er hatte allen Grund, diesen bei guter Stimmung zu halten.

Noch prekärer wurde der Status des Gelehrten durch die instabilen politischen Verhältnisse. Die Epoche von al-Andalus war geprägt von Aufständen, Semi-Anarchie, Bürgerkrieg, Vagantentum (Fahrendes Volk), Thronkämpfen, Eroberungen und Rückeroberungen. Zeiten der Ruhe waren selten. Der schützende Mäzen konnte plötzlich weg sein, ermordet vom Bruder, verjagt vom Konkurrenten eines anderen Stammes. Die Biografien vieler maurischer Gelehrter widerspiegeln diese Situation. Sie erzählen von Flucht, Neuanfang, Verbannung, von Verstellung, List und Hintersinn.
[...]


Und auch bei den Arabern beginnt man langsam, die Geschichte des "glorreichen toleranten Islams" zu hinterfragen: